Dörnigheimer Dialekt: S-Z

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Kennedystrasse, April 2001. Mehr Bilder...?

  1. Saas em Kall: Was Du sagst, interessiert mich nicht. Die Enstehung dieses Spruches soll angeblich auf die folgende Anekdote zurückgehen: Es gab einmal einen Bauern namens Karl, der einen Knecht hatte, der "Mehlmuck" gerufen wurde. Eines Tages fuhr Karl mit seinem Pferdefuhrwerk nach Hanau und kehrte in eine Kneipe ein. Die "Mehlmuck" blieb auf dem Wagen sitzen und wartete. Da kam ein Polizist und forderte die "Mehlmuck" auf, den Wagen wegzufahren, weil er so nicht stehen bleiben könne. Die "Mehlmuck" hatte aber weder Lust, den Wagen wegzufahren, noch den Bauern aus der Wirtschaft zu holen und antwortete nur: "Saas em Kall!" Quelle: Andrea Guevara Gonzalez aus Hanau
  2. Saaschbock: Mensch mit "Konfermandebläsje", Dauergast auf dem WC, Quelle: Birgit Zeitler
  3. saischen: pinkeln, urinieren. Hat das etwas mit dem bergmännischen Fachwort "seiger" für senkrecht nach unten weisend zu tun? Beim Pinkeln fällt der Urin ja auch senkrecht nach unten.
  4. Salaad aamache: Salat anmachen, das heißt ihn mit Essig, Öl, Gewürzen und Kräutern versehen
  5. Salaad ummenge: Salat mit der Soße umrühren
  6. Sbässi: Späßchen. Beispiel Onkel zum Kind: "woll me ma e Sbässi mache?" = Wollen wir einmal einen Spaß machen?
  7. Schääs: Kutsche (aus Französisch: chaise). Quelle: Astrid Schulze, Wachenbuchen. Auch abwertend für altes Auto: "Was hast du en dir da für e aal Schääse aageschafft" = Was hast du dir denn für ein altes, wackliges Auto gekauft?
  8. Schaawächtern: Des is der vielleicht e Schaawächtern - sie ist ziemlich kokett (?),Quelle: Birgit Zeitler
  9. Schadeek: aal Schadeek = alte Frau?, Quelle: Birgit Zeitler aus Dörnigheim, Jahrgang 1966
  10. schaffe wie en Brunnebuttser: Arbeiten wie ein Brunneputzer = viel arbeiten
  11. schaffe: übliches Wort für arbeiten
  12. Schässlong: Sofa, Couch
  13. Schawellsche: Schemel. Quelle: Astrid Schulze, Wachenbuchen
  14. scheese: hingehen, hinfahren (auch: überall dabeisein müssen), Quelle: Birgit Zeitler
  15. schelle: schimpfen. Beispiel: Der schillt ja wie en Rohrspatz.
  16. Schelleh: Marmelade (Gelee). Betonung auf erstem "e". Beispiel: Geb me mar de Schelle! (Gib mir einmal bitte den Gelee). Das erste "e" könnte auch als leichter i-Laut anklingen.
  17. Schelleklobbe: Bei Fremden klingeln und wegrennen, Quelle: Birgit Zeitler
  18. schenne: schimmpfen. Dieser Begriff wurde mir im Jahr 2000 von einem Frankfurter zugeschickt. Ich lernte ihn in meiner Kindheit nicht kennen.
  19. schepp: schief. Beispiel: hald emah die Stang nett so schebb = halt die Stange nicht so schief
  20. schelle: schimpfen. Beispiel: Was schillt der schonn widder mit saane Kinner so erum? (=Warum schimpft der denn schon wieder mit seinen Kindern?)
  21. scheppbaanisch: krummbeinig, Quelle: Birgit Zeitler
  22. Scherzebennel: Schürzenband (der hängt seiner Mudder als noch am Scherzebennel - er wird einfach nicht erwachsen!), Quelle: Birgit Zeitler
  23. Scheusel: entweder hässlicher Mensch, aber auch böser Mensch, Quelle: Birgit Zeitler
  24. Schissgässi: kurzes Verbindungsstück zwischen Kennedystrasse und Frankfurter Strasse in Dörnigheim (mittendrin steht ein Briefkasten), Quelle: Birgit Zeitler
  25. Schissmelle: Unkraut, Quelle: Birgit Zeitler
  26. Schlaachskabbutt: total erschöpft, Quelle: Birgit Zeitler
  27. Schlächtbabbler: so was wie Dummschwätzer. Dieser Begriff wurde mir im Jahr 2000 von einem Frankfurter zugeschickt. Ich lernte ihn in meiner Kindheit kennen, er war aber eher ungebräuchlich.
  28. Schlafhaub: Verschlafene Person. Quelle: Christel Dias geb. Lapp, Hanford, CA, USA
  29. Schlaflied: heija bobbaja schlaachs Gickelschje dood, lehscht me kaa Eier unn frißt me maa Brood. Hochdeutsch: Heija bobbaja schlage das Hühnchen tot, es legt mir keine Eier und frißt mir mein Brot...
  30. Schlambes: Schlamm
  31. Schlappmaul: Dummschwätzer
  32. Schlawitsch: am Schlawitsch packe, am Kragen packen, Quelle: Birgit Zeitler
  33. Schlehmiel: Spitzbub. Quelle: Christel Dias geb. Lapp, Hanford, CA, USA
  34. Schlickser: Schluckauf, Quelle: Birgit Zeitler
  35. Schliwwer: Holzsplitter, Quelle: Birgit Zeitler
  36. Schlüppche: Frankfurter Mädchen. Dieser Begriff wurde mir im Jahr 2000 von einem Frankfurter zugeschickt. Ich lernte ihn in meiner Kindheit nicht kennen. Astrid Schulze aus Wachenbuchen fügt an: heißt auch "leichtes Mädchen".
  37. Schluri: unordentlicher oder unzuverlässiger Mensch, Quelle: Birgit Zeitler
  38. Schmalzdaggel: Schlagersänger, vielleicht nicht so repräsentativ (Der Inbegriff eines "Schmalzdaggels" war für uns früher immer Roy Black...), Quelle: Birgit Zeitler
  39. Schmalzkraut: Feldsalat
  40. Schmiss: Schläge (Wenn ich zu spät haamkomm, krieh ich widder mei Schmiss...), Quelle: Birgit Zeitler
  41. Schmuh: Betrug, Quelle: Birgit Zeitler
  42. Schmuslabbe: Schleimer - siehe auch "de scheene Willi", Quelle: Birgit Zeitler aus Dörnigheim, Jahrgang 1966
  43. Schnederedett: Mund, vor allem einer der viel redet. Beispiel: Jetzt halt endlich ma da Schnederedett!
  44. schneubisch: wählerisch, vor allem beim Essen, Quelle: Birgit Zeitler
  45. schnibbele: schneiden
  46. schnuddele: etwas verschütten oder über jemanden herziehen, Quelle: Birgit Zeitler
  47. schnuffeliern: schnüffeln, "erumschnuffeliern" = herumschnüffeln, Quelle: Birgit Zeitler
  48. Schnuhde: Mund
  49. Schnullnas/Schnulldippe (sehr junges Mädchen vgl. auch Rotznas), Quelle: Birgit Zeitler aus Dörnigheim, Jahrgang 1966
  50. Schnüss: Mund
  51. Schobbe petze / Schobbe robbe: Ebbelwoi trinken), Quelle: Birgit Zeitler aus Dörnigheim, Jahrgang 1966
  52. Schobbe zerrn: En Schobbe zerrn = einen trinken gehen
  53. schoggele: schaukeln (Kinnerschees schoggele), Quelle: Birgit Zeitler. Nach Andreas Steul sollte es eher "schuggele" heißen. Beispiel: duust de mich ema aaschuggele oder es bobbelsche eigeschuggelt - was
    soviel heisst wie - das kind eingeschläfert eingeschaukelt
  54. Schorsch: Georg (ähnlich wie Englisch "Dschordsch")
  55. Schoose = Sache z.B.: "Die ganze Schoose werd doch widder nix" = "Die ganze Sache wird doch wieder nichts" oder "Mer is die Salatschüssel runnergefalle un nu liecht die ganze Schoose uff der Erd" = "Mir ist die Salatschüssel runtergefallen und jetzt liegt alles auf dem Boden", Quelle: Andreas Dollmann
  56. Schosse (langes e am Ende): Landstraße
  57. Schwelles/Schwellkopp: dicker Kopf, Quelle: Birgit Zeitler
  58. Seckbach: nach Seckbach komme = in die Klapsmühle eingewiesen werden. Seckbach ist ein Vorort von Frankfurt in dem es anscheinend ein Heim für geistige Behinderte gab. Wurde oft als Drohung verwendet um Kinder zur Vernunft zu bringen.
  59. sein: bin, sein. Beispiel: "Ich sann doch noch gar net ferdisch". Oma Lapp jedenfalls hat oft "sann" gesagt. Ihre Schwester hat übrigens immer, wenn sie zu Besuch kam, "Ich seins!" (ich bin's) gesagt. Quelle: Birgit Zeitler
  60. sellemah: seinerzeit
  61. s'Gehabbte: das Gewohnte
  62. sich dabbisch aastelle: trottelig sein
  63. sich flamme: sich prügeln
  64. sich klobbe: sich prügeln
  65. sich uffschebbe: sich beim Essen aus Töpfen etwas auf den eigenen Teller schöpfen
  66. sich welljern: sich wälzen, wie etwa im Schlaf im Bett.
  67. Simbel: Idiot, einfältiger Kerl
  68. sisch eile: sich beeilen
  69. Soibelsch: Nixnutzige Leute. [Sprechprobe von Andreas Steul: Gesprochenes Beispiel, aufgenommen 2001]
  70. Soilach: ein kleiner Teich nahe dem Waldrand in Dörnigheim hinter der Hermann-Löns Straße.
  71. Soinawwel: Schimpfwort
  72. Spatz in de Kneddel: wie de Spatz in de Kneddel = wie der Spatz im Pferdehaufen (oder Hasenkot?), sprichwörtlich für "im Wohlstand sein"
  73. Spitzdischer: Spitzbub. Quelle: Christel Dias geb. Lapp, Hanford, CA, USA
  74. Stambes: Kartoffelbrei. Quelle: Birgit Zeitler
  75. steggesteif: stocksteif. Quelle: Birgit Zeitler
  76. Steiber: Stützlatte für Obstbäume. Quelle: Astrid Schulze, Wachenbuchen
  77. Steif Krick: Ungelenkiger Mensch, s. auch Steifschächter. Quelle: Birgit Zeitler
  78. Steifschächter: ungelenkiger Mensch, Quelle: Birgit Zeitler aus Dörnigheim, Jahrgang 1966
  79. Steische: Obstkiste. Quelle: Astrid Schulze, Wachenbuchen
  80. Steuwermensch: auch "Steuweroos" oder "Steuber", kann ich (Birgit Zeitler) beim besten Willen nicht übersetzen...), Quelle: Birgit Zeitler aus Dörnigheim, Jahrgang 1966
  81. Stift: Lehrling
  82. Stiftekopp: sehr kurzer Haarschnitt, Quelle: Birgit Zeitler
  83. Stoffel: Sturer Mensch, Quelle: Birgit Zeitler
  84. strunze gehe: ausgehn, auf "die Juchhee gehe", Quelle: Birgit Zeitler
  85. Stumbe: einfache Zigarette. Quelle: Astrid Schulze, Wachenbuchen
  86. stumbe: jemanden oder etwas umstossen. Verwandtschaft mit dem englischen "stump" = kleines Querholz im englischen Cricketspiel welches umgestossen werden muss?
  87. Suddelbrieh: dünner Kaffee, Quelle: Birgit Zeitler aus Dörnigheim, Jahrgang 1966
  88. suggele: saugen, Quelle: Birgit Zeitler
  89. Theumer: Ehemaliger Spar-Laden Ecke Backesweg/Leuschnerstrasse. "Geh emaa zum Theumer un hol noch en Lidder Milch!" (Den Laden gibt es schon lange nicht mehr, seit einigen Jahren schon ist dort eine Pizzeria ansässig). Quelle: Birgit Zeitler
  90. trätschnass: klatschnass, Quelle: Birgit Zeitler
  91. uff de Dasch lieje: finanziell schmarotzen. Beispiel: "Kerle, der is schon üwwer dreissisch un liejht seine Eldern noch immer uff de Dasch (=Mannomann, der ist schon über dreißig und ist immer noch finanziell abhängig von seinen Eltern)
  92. uff die Juchhee: einen "draufmachen", tanzen oder auf eine Kneipentour gehen
  93. uffdotze: aufprallen (Betonung liegt auf "uff")
  94. Uffgestumbter: kleine, untersetzte Person, Quelle: Birgit Zeitler
  95. uffleie: fällt mir nicht ein! (Des deet mer uffleie! Fällt mir im Traum nicht ein), Quelle: Birgit Zeitler
  96. uffn Pott: auf die Toilette (vulgär)
  97. ummache: fällen, wie eine Baum
  98. Un ab!: Keine Widerrede! (Lieblingsspruch von Oma Lapp (Jahrgang 1902): Des werd so gemacht un ab!), Quelle: Birgit Zeitler
  99. Ungeneu: Gieriger Mensch (siehe auch Allmei und Gorks), Quelle: Birgit Zeitler
  100. Unkraut zubbele: Unkraut rupfen
  101. Unleid: unleidlicher Mensch oder nervendes Kleinkind, Quelle: Birgit Zeitler aus Dörnigheim, Quelle: Birgit Zeitler aus Dörnigheim, Jahrgang 1966
  102. unne am Maa: unten am Main
  103. ures: zuviel, über- z. B. sich überessen "Da dran hab ich mich ures gesse", Quelle: Birgit Zeitler
  104. üwwer: "Üwwer" kann auch im Sinne von "zu" gebraucht werden. Aber eng auf den Fall des folgenden Beispieles begrenzt: "Ich saach noch üwwern..." = ich sage (sagte) noch zu ihm...
  105. üwwerisch: übrig (`s iss nix mehr üwwerisch, da musste de ehwe wasser dringe = es ist nichts mehr übrig, du mußt eben Wasser trinken). Die zweite Bedeutung dieses Wortes geht in die Richtung von "ausreichend": Hamme noch Kohle zum Grille? Ah ja, Kohle hamme noch üwwerisch! (=Kohle haben wir noch mehr als genug)
  106. üwwerkandiddelt: hochgestochen, affektiert.
  107. uze: Jemanden ärgern, Streich spielen, Quelle: Birgit Zeitler aus Dörnigheim
  108. verärwern: verderben, verhunzen (Kerle was hawwe se dir die Borschde verärwert!), Quelle: Birgit Zeitler
  109. Verbabbter: Den Katholizismus überaus ernst nehmende Person, Quelle: Birgit Zeitler
  110. verblitze: dasselbe wie "verjuxe", Geld verjubeln (Haste widder dei ganz Geld uff de Kerb verblitzt), Quelle: Birgit Zeitler
  111. verbutze: etwas nicht leiden können (den kann ich aafach net verbutze!) oder bis auf den letzten Krümel aufessen, Quelle: Birgit Zeitler
  112. Verdebbelnochemolawweraach: Verdammt noch mal aber auch!, Quelle: Birgit Zeitler
  113. verderrn: vertrocknen, (Betonung liegt auf dem zweiten "e") Quelle: Birgit Zeitler
  114. verdrebbele/verschidde: verschütten. Quelle: Christel Dias geb. Lapp, Hanford, CA, USA. [Sprechprobe von Andreas Steul: Gesprochenes Beispiel, aufgenommen 2001]
  115. verhubbasse: verpassen (jetzt hammer uns um zehn Minude verhubbast!), Quelle: Birgit Zeitler
  116. verjuxe: Geld rausschmeissen (Haste dei ganz Geld wieder uff de Kerb verjuxt?), Quelle: Birgit Zeitler
  117. verklickern: eindringlich erklären. (Dess mit der Ambel muß ich dem Kinn noch ema verklickern, dess hat`s immer noch nett bedabbelt! = Wie eine Ampel funktioniert muß ich dem Kind noch einmal erklären, das hat es wohl immer noch nicht verstanden).
  118. verknibbele: verhauen. Quelle: Christel Dias geb. Lapp, Hanford, CA, USA
  119. verkrotze: verunstalten, Quelle: Birgit Zeitler
  120. Verlappt-verraucht-versengt: Früher dominierten in Dörnigheim die Nachnamen "Lapp", "Rauch" und "Seng", weshalb man auch oft sagte, Dörnigheim sei verlappt, verraucht und versengt.
  121. vermöbeln: verhauen, verdreschen. Beispiel: den hammse awwer ordentlich vermöbelt. Das "b" kann dabei leicht in ein "w" abklingen.
  122. verrobbter Gickel: ziemlich mitgenommen aussehende Person. Quelle: Christel Dias geb. Lapp, Hanford, CA, USA
  123. verschammeriern: sich eine Schramme einfangen (Wo haste dann dei Knie so verschammeriert?), Quelle: Birgit Zeitler
  124. verzabbe: etwas anstellen (Haste widder Mist verzabbt?), Quelle: Birgit Zeitler
  125. verzwazzele: zum verzweifeln oder zum verrücktwerden (es is zum verzwazzele), Quelle: Birgit Zeitler
  126. viertel drei: 14:15 Uhr
  127. Volleul: Betrunkener, Quelle: Birgit Zeitler
  128. von wesche Otto: auf keinen Fall
  129. Vor/nach de Währung: wichtiger Zeitpunkt in Erzählungen älterer Leute (Währungsreform nach dem zweiten Weltkrieg, Einführung der DM)
  130. Wäldschesdaach: Frankfurter Volksfest am Dienstag nach Pfingsten, Quelle: Birgit Zeitler
  131. was e Erwed: Welche eine Arbeit
  132. Was mir draa lieht!: z. B., Frage: "Omma, derf ich noch e bissi raus uff die Gass? - Oma antwortet: "Was mir draa lieht!" = Von mir aus, ist mir egal. Quelle: Birgit Zeitler. Ich (Gunter Heim) kenne die Redewendung auch als "was lieht`n mir drah".
  133. Wasser verplempern: Wasser vegeuden
  134. Wasserhäusje: Kiosk, Quelle: Birgit Zeitler
  135. Wasserstaa: Waschbecken, Quelle: Birgit Zeitler
  136. Watz: Eber, männliches Schwein. Quelle: Astrid Schulze, Wachenbuchen
  137. Watz: Dicker Mann. Quelle: Christel Dias geb. Lapp, Hanford, CA, USA
  138. Weck: Brötchen
  139. Wehrmacht: ältere Leute sagten noch 1980 zur Bundeswehr "Wehrmacht".
  140. Weiss emaa: zeig mal!, Quelle: Birgit Zeitler
  141. Welschkorn: Mais (Mais war als Name nach dem Krieg unbekannt.)
  142. Wem iss'n dess? Mir!: Hessischer Dativ: wem gehört das? Das gehört mir.
  143. Weng: etwas. Beispiel: "Geh` eh ma eweng nach links" (=gehe ein Stück nach links)
  144. wessem: Ausdruck für kleine Kinder. Quelle: Andreas Steul
  145. Willi: de scheene Willi mache: sich bei anderen von seiner besten Seite zeigen (dehaam isser en rischdische Fulder, awwer bei de annern Leut mescht er de scheene Willi!), Quelle: Birgit Zeitler
  146. Winnel: Windel (Duh dem Klaane doch ema die Winnele wechsele - die sinn ja schon widder voll!) Quelle: Christel Dias geb. Lapp, Hanford, CA, USA
  147. Wiss: en Wiss mache = pinkeln, urinieren
  148. Wutz: Schwein
  149. zäh wie Juchte: zäh wie Leder (aber was zum Teufel ist Juchte...?), Quelle: Birgit Zeitler
  150. Zone: der kommt aus de Zone = der kommt aus der DDR
  151. Zores: Durcheinander oder Gesindel, Quelle: Birgit Zeitler
  152. Zulle: Böses Mädchen. Quelle: Christel Dias geb. Lapp, Hanford, CA, USA
  153. zwische de Jaan: zwischen den Jahren, die Zeit zwischen Weihnachten und Neujahr
  154. zwiwwele: plagen, hart rannehmen, Quelle: Birgit Zeitler

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